Warum die Sterblichkeit im Zusammenhang mit Atemwegserkrankungen und Parkinson nach 2018 in den USA angestiegen ist
In den USA hat die Zahl der Todesfälle bei Menschen über 65 Jahren, die sowohl an Atemwegserkrankungen als auch an Parkinson leiden, zwischen 1999 und 2020 eine besorgniserregende Entwicklung durchlaufen. Fast zwanzig Jahre lang sanken die altersbereinigten Sterberaten stetig von 33,1 auf 21,3 pro 100.000 Einwohner. Ab 2018 kehrte sich dieser Trend jedoch abrupt um, und es kam zu einem deutlichen Anstieg auf 28,6 im Jahr 2020. Dieser plötzliche Anstieg fällt mit dem Beginn der COVID-19-Pandemie zusammen, doch könnten auch andere Faktoren diese Veränderung erklären.
Männer wiesen stets höhere Sterberaten auf als Frauen. Weiße Menschen verzeichneten unter den ethnischen Gruppen die höchsten Raten, während die Regionen des Mittleren Westens und des Nordostens im Jahr 2020 am stärksten betroffen waren. Bundesstaaten wie Nebraska und Vermont zeigten in diesem Jahr die höchsten Raten des Landes.
Die Parkinson-Krankheit betrifft nicht nur die Motorik. Sie kann auch die Atmung beeinträchtigen, den Hustenreflex schwächen und das Risiko von Aspirationen erhöhen, was Lungenentzündungen und Ateminsuffizienz begünstigt. Umgekehrt verschlimmern chronische Atemwegserkrankungen die motorischen Symptome und die Müdigkeit bei Parkinson-Patienten, was einen Teufelskreis schafft, der ihre Gesundheit weiter schwächt.
Zwischen 1999 und 2012 lässt sich der Rückgang der Sterblichkeit wahrscheinlich auf bessere Behandlungsmöglichkeiten, eine verbesserte Versorgung von Schluckstörungen und eine breitere Impfung gegen Atemwegsinfektionen zurückführen. Dennoch verschlechterte sich die Situation nach 2018. Die Pandemie spielte eine zentrale Rolle, da Parkinson-Patienten aufgrund ihrer Atemprobleme und eines geschwächten Immunsystems anfälliger für virale Infektionen sind. Schwere Grippewellen, die Alterung der Bevölkerung und ein ungleicher Zugang zu Fachärzten trugen ebenfalls zu diesem Anstieg bei.
Die geografischen und ethnischen Unterschiede sind ausgeprägt. Nicht-hispanische Weiße weisen die höchsten Sterberaten auf, möglicherweise aufgrund einer besseren Diagnostik der Krankheit. Schwarze und Hispanics sind zwar insgesamt weniger betroffen, verzeichneten jedoch zwischen 2018 und 2020 einen stärkeren Anstieg, was auf Ungleichheiten beim Zugang zur Gesundheitsversorgung hindeutet. Ländliche Regionen, in denen Neurologen und Lungenfachärzte seltener vertreten sind, waren besonders stark betroffen.
Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der Stärkung der Prävention von Atemwegsinfektionen bei älteren Parkinson-Patienten. Regelmäßige Lungenuntersuchungen, gezielte Impfprogramme und eine bessere Zusammenarbeit zwischen Neurologen und Lungenfachärzten könnten ihre Lebenserwartung und Lebensqualität verbessern. Eine verstärkte Überwachung dieser Patienten, insbesondere während Epidemien, bleibt entscheidend, um eine weitere Verschlechterung der Situation zu vermeiden.
À propos de nos sources
Publication originale
DOI : https://doi.org/10.1186/s12982-026-01673-z
Titre : Mortality trends due to respiratory and Parkinson’s disease among patients in United States: a 22 year retrospective analysis
Revue : Discover Public Health
Éditeur : Springer Science and Business Media LLC
Auteurs : Muhammad Khubaib Iftikhar; Shah Bano; Kainat Amjad; Fatima Baig; Mirza Mohammad Ali Baig; Bilal Tariq; Sahil Jairamani; Shankar Biswas