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Unkontrollierter Diabetes Typ 2 beeinträchtigt Gedächtnis und Mobilität bei älteren Menschen
Eine aktuelle Studie zeigt, dass ältere Menschen mit unkontrolliertem Diabetes Typ 2 erhebliche Schwierigkeiten in mehreren Bereichen haben, die für ihre Selbstständigkeit entscheidend sind. Die Störungen betreffen vor allem Aufmerksamkeit, Langzeitgedächtnis, Mobilität und die Schnelligkeit der Reflexe. Selbst Menschen im Prädiabetes-Stadium, einer Phase, in der der Blutzuckerspiegel zu steigen beginnt, ohne den Wert von Diabetes zu erreichen, zeigen frühe Anzeichen von motorischer Verlangsamung und erhöhter Müdigkeit.
Die Studie umfasste vier Gruppen von Freiwilligen über 60 Jahren, die nach ihrem HbA1c-Wert klassifiziert wurden, einem Indikator für die Blutzuckerkontrolle über mehrere Monate. Die Ergebnisse zeigen, dass Menschen mit unkontrolliertem Diabetes bei Tests zur Aufmerksamkeit und zur Fähigkeit, sich nach einer Verzögerung an Informationen zu erinnern, schlechter abschneiden. Ihre Leistungen sind auch bei Mobilitätstests schlechter, wie z. B. dem Aufstehen von einem Stuhl, dem Gehen über eine kurze Strecke und dem Umdrehen, insbesondere wenn diese Aufgaben mit einer anderen kognitiven oder motorischen Tätigkeit kombiniert werden. Ihre Reaktionszeiten auf Fußebene, gemessen durch einen einfachen Test, sind ebenfalls langsamer als bei gesunden Menschen oder solchen mit gut eingestelltem Diabetes.
Müdigkeit, ob körperlich oder geistig, ist bei Teilnehmern mit Prädiabetes oder Diabetes ausgeprägter als bei den anderen. Dieses Phänomen könnte durch metabolische Ungleichgewichte erklärt werden, die mit einer gestörten Blutzuckerregulation einhergehen und sowohl Körper als auch Geist beeinträchtigen. Die Forscher beobachteten zudem, dass sich der Nüchternblutzuckerspiegel zwischen den Gruppen signifikant unterscheidet, was bestätigt, dass der Blutzuckerstatus eine Schlüsselrolle bei diesen Unterschieden spielt.
Die kognitiven und motorischen Beeinträchtigungen beschränken sich nicht auf schwere Diabetesfälle. Schon im Prädiabetes-Stadium treten erste Warnsignale auf, wie eine Verlangsamung der Reflexe. Dies deutet darauf hin, dass die schädlichen Auswirkungen auf die Gehirn- und Körperfunktionen lange vor der offiziellen Diagnose der Krankheit beginnen. Werden diese Störungen nicht rechtzeitig erkannt, können sie die Fähigkeit, Alltagsaktivitäten auszuführen, verringern, das Sturzrisiko erhöhen und letztlich die Lebensqualität mindern.
Die zugrundeliegenden Mechanismen umfassen Schäden an kleinen und großen Blutgefäßen, erhöhte Entzündungen und oxidativen Stress – alles Prozesse, die die normale Funktion von Gehirn und Muskeln stören. Diese Veränderungen, kombiniert mit dem natürlichen Alterungsprozess, verschlimmern die Schwierigkeiten, mit denen ältere Menschen konfrontiert sind, und schränken ihre Unabhängigkeit und ihr Wohlbefinden ein.
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À propos de nos sources
Publication originale
DOI : https://doi.org/10.1007/s11845-026-04483-z
Titre : The effects of prediabetes and type 2 diabetes mellitus on cognitive status, physical function, and fatigue in older adults: a case-control study
Revue : Irish Journal of Medical Science (1971 -)
Éditeur : Springer Science and Business Media LLC
Auteurs : Kevser Gürsan; Emre Cengi̇z; Elif Gür Kabul; Atilla Okan Kılıç; Merve Uçar Toros; Bora Toros